Willkommen bei der Löschgruppe Waldorf


der Freiwilligen Feuerwehr Bornheim

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Geraetehaus 2012 02

Willkommen bei der Löschgruppe Waldorf


der Freiwilligen Feuerwehr Bornheim

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Beim Übungsbetrieb haben wir eine Übungsgruppe, in der alle aktiven Kameraden die unterschiedlichsten Einsatzarten durcharbeiten. Diese Übungen finden normalerweise einmal monatlich Sonntagsmorgens statt. Ausnahmsweise auch mal in der Woche.
 
Zusätzlich haben wir zu dieser Gruppe in der alle Kameraden mit üben noch eine spezielle Übungsgruppe für
Atemschutzgeräteträger gebildet.
 
Diese Unterteilung wurde durchgeführt, um einen effektiveren Übungsbetrieb in diesen speziellen Aufgabenbereichen zu ermöglichen.
 
Weiterhin gibt es Übungen, die wir zusammen mit anderen Löschgruppen im Einsatzbezirk West durchführen. Im Einsatzbezirk werden im Einsatzfall größere Sachdenseregnisse bestritten.
 
Hier einige Eindrücke von den allgemeinen Übungen mit allen Kameraden aus 2011:
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Historie - Chronik

Hier könnt ihr einiges aus unserer 100 Jährigen Geschichte im Rahmen unserer Chronik erfahren. Bilder und Berichte hierzu gibt es in den beiden anderen Rubriken.
Chronik
alte Zeitungsberichte
historische Bilder
Die Entwicklung des Feuerlöschwesens in unserer Region
 
In früheren Zeiten, als die Häuser noch Strohdächer trugen und Lehmfachwerkwände hatten, vernichtete eine Feuersbrunst nicht selten Ortsteile oder ganze Orte. So brannte im Jahr 1587 Sechtem halb ab und 1590 wurde Urfeld bis auf wenige Häuser vernichtet.
Zu den ersten Versuchen, den Feuerschutz in Bonn und dem Landkreis zu regeln, gehörten die Vorschriften der im Jahre 1698 erschienenen „Policeyordnung der Stadt Bonn. Sie ließen deutlich erkennen, das Feuerschutz und Brandbekämpfung nicht wie heutzutage die Aufgabe einer kleinen, sorgsam geschulten und schlagkräftigen Einheit, sondern die Sache eines jeden Bürgers war.
Im Jahr 1730 erließ Kurfürst Clemens August die „Chur-Cöllnische verbesserte Brandt-Ordnung. In nicht weniger als 44 Artikeln legte er die Pflichten der Bürger in Sachen Feuerschutz fest. Der Kurfürst begründete seine neue Brandordnung mit dem Hinweis, dass es Ordnungen dieser Art bereits früher gab, diese aber, wie die Erfahrung bewiesen habe, ungenügend befolgt wurden. Alle Einzelheiten hier aufzulisten, würde zu weit führen; daher sollen nur die wichtigsten Artikel erwähnt werden. So wurde nun jedermann ermahnt, „sorgsam auf sein Feuer und offene Lichter zu achten. Es wurde bestimmt, dass niemand mit offenem Feuer in Ställe oder auf Böden gehen durfte. Abends musste das Feuer „wohl abgedeckt oder mit Kessel zugedeckt werden. Wer in Ställen, Höfen und Scheunen Tabak rauchte, wurde streng bestraft. Schornsteine sollten aus Stein oder Eisen und möglichst hoch hinaus gebaut werden. Dreimal im Jahr mussten sogenannte „Brandmeister (Schornsteinfeger) die Kamine kontrollieren und fegen. Nach Möglichkeit sollten Strohdächer abgeschafft werden. Es wurde sogar bestimmt, dass kein neues Haus mehr mit Stroh oder ähnlichem Material gedeckt werden durfte; Tondachziegel waren zu verwenden. Außerdem mussten in jedem Ort Brandleitern und Feuerhaken öffentlich aushängen und in jedem Haus zwei bis drei Ledereimer vorhanden sein. Zuständig für die Einhaltung der „Brandt-Ordnung waren der Bürgermeister des Ortes und der Gemeinderat, die auch für Löscharbeiten zur Verfügung stehen mussten. In diesen Jahrzehnten wurden viele Feuerlöschgeräte beschafft. Aktive Bürgermeister und Bürger sorgten in unseren Orten dafür, dass Brände verhütet oder erfolgreich bekämpft werden konnten. Dennoch wurde am 08. September 1793 Hersel von einer Brandkatastrophe heimgesucht, bei der vierzig Häuser vernichtet wurden. Die meisten Bewohner waren zum Pützchensmarkt gegangen, und niemand stand für die notwendigen Löscharbeiten zur Verfügung.
 
Als in den Jahren 1794 bis 1815 die Franzosen das Rheinland besetzten, kam es häufig zu Plünderungen. Viele der angeschafften Löschgeräte gingen verloren. Nach dem Durchzug der napoleonischen Truppen durch unsere Region und den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 waren dann fast alle Löschgeräte abhanden gekommen. Zwanzig Jahre sollten vergehen bis der preußische Landkreis Bonn, zu dem auch Waldorf gehörte, am 27.10.1835 eine neue Feuerlöschordnung erhielt. Im wesentlichen wiederholte aber auch diese Ordnung nur die Vorschriften des alten Kurfürsten. 1839 folgte eine „Instruktion für Spritzenmeister.
 
Die Entstehung von Freiwilligen Feuerwehren
 
Aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammte die Idee, als bürgerliche Selbsthilfe „Freiwillige Feuerwehren zu gründen. Die erste Gruppierung dieser Art in unserem Landkreis war die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bonn. Eine schon früher bestehende Löschabteilung des Turnvereins wurde umgestaltet. Sie wurde mit einer Stärke von 60 Mann als „Bonner Turner-Feuerwehr 1862 eingeteilt und uniformiert.
 
Im Jahre 1880 wurde der damalige Bürgermeister der Bürgermeisterei Sechtem durch den Landrat von Bonn aufgefordert, die vorhandenen Feuerlöschgeräte zu inspizieren und auf die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren hinzuarbeiten.
Da jede Gemeinde dazu verpflichtet war, für den Brandschutz zu sorgen, kam es nicht selten vor, dass, wenn sich nicht genug freiwillige Helfer fanden, Bürger zur „Freiwilligen Feuerwehr„ verpflichtet wurden. So entstanden in diesen Jahren überall im Lande teils Pflicht-, teils Freiwillige Feuerwehren.
 
Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Waldorf
 
In Waldorf bildete sich, nachdem der Zimmermann Matthias Krämer von der Gemeinde zum Brandmeister bestellt worden war, im Jahre 1908 eine Pflichtfeuerwehr zum Schutze der Bürger und ihres Besitzes gegen Feuersgefahren. Da aber Arbeiten, zu denen man verpflichtet wird, in der Regel ungern verrichtet werden, hatte man auch in Waldorf an dem aufgezwungenen Dienst keine rechte Freude. Deshalb strebte man schon sehr bald die Umwandlung der Pflichtfeuerwehr in eine Freiwillige Feuerwehr an. Ein eifriger Vorkämpfer für diese Idee war der Mitbegründer der Pflichtwehr, Schmiedemeister Wilhelm Küster. Er scheute weder Zeit noch Geld, um diese Idee zu verwirklichen. Dabei wurde er kräftig unterstützt von dem damaligen Bürgermeister Breuer von Bornheim. Nach der Wahl Wilhelm Küsters zum Brandmeister durch den Gemeinderat erfolgte in der Gründungsversammlung vom 28. Februar 1914 die Umwandlung der Pflichtfeuerwehr in eine Freiwillige Feuerwehr. Mit wahrer Begeisterung sprach damals Wilhelm Küster von der nun einsetzenden Dienstfreudigkeit und der Kameradschaft seiner Männer.
 
Die Kriegsjahre und der Wiederaufbau
 
Der erste Weltkrieg unterbrach die Weiterentwicklung der Wehr, da die meisten Wehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen wurden, auch der Brandmeister Wilhelm Küster. Aus dem Krieg zurückgekehrt, musste er sich immer mehr seiner Schmiede widmen, und so gab er 1919 das Amt des Brandmeisters an den von dem Gemeinderat gewählten Stellmachermeister Michael Pütz ab, der bis zum Jahre 1934 amtierte. Unter seiner Führung wurde 1933 die stolze Fahne der Wehr geweiht, die damals zur Anschaffung eine Summe von 800 Reichsmark erforderte. Ein eifriger Förderer der Fahnenanschaffung war der damalige OO=OOOrtsvorsteher Peter Frings.
Von  1934 - 1942  führte Bäckermeister  Rudolf Faßbender als  Brandmeister die Wehr, um dann dem Landwirt Johann Klein die Führung zu übergeben.
In diesen Jahren blieb Waldorf von größeren Bränden verschont, lediglich einige Mittelfeuer in der Möbelfabrik Kremer waren zu bekämpfen. Während des zweiten Welkrieges brannte eine Scheune  bis auf die Grundmauern ab.
 
Im Jahre 1946 erhielt die Wehr ihre erste Motorspritze, und die Hand-Druck-Spritze trat in Reserve. Amtsbrandmeister Botz berichtete wie folgt: Beim Zu-sammenbruch 1945 beschlagnahmten die Amerikaner überall die Motorsprit-zen der Freiwilligen Feuerwehren und nahmen sie mit. Sie ließen sie dann aber irgendwo bei Landwirten stehen. Diese Spritzen (sechs an der Zahl) ließ Kamerad Botz nach Bornheim holen und von Fachleuten nach der Devise "aus drei mach zwei" in Stand setzen. Eine dieser überholten Spritzen erhielt auch Waldorf. So kam die Freiwillige Feuerwehr Waldorf in den Besitz der ersten Motorspritze.
 
Die 50er und 60er Jahre
 
1951 übernahm der Spediteur Lambert Kluth von Johann Klein das Amt des Brandmeisters.
 
Im Jahre 1953 wird von einem Katastropheneinsatz in Waldorf berichtet. Die Freiwillige Feuerwehr feierte an diesem Sonntag gerade ihr Stiftungsfest. Als am Nachmittag der Schau-Brandangriff auf dem Schulhof beendet war, ging ein Wolkenbruch über das Vorgebirge nieder, und gewaltige Wasser- und Schlammmassen strömten in den tieferliegenden Ort und überfluteten Straßen, Keller, Höfe und Ställe. Bis tief in die Nacht hinein hatten die Wehrmänner schwer zu arbeiten, um das Vieh aus überschwemmten Ställen zu bergen und Keller und Höfe leerzupumpen. Das Stiftungsfest war buchstäblich ins Wasser gefallen.
 
Von größeren Das erste Löschfahrzeug wurde in Waldorf im Dezember 1961 unter sehr großer Beteiligung der Bevölkerung in Dienst gestellt. Amtsbrandmeister Heinz Kerz betonte damals die erhöhte Schlagkraft der Wehr, und Pfarrer Spans gab dem 13.000,-- DM teuren Spritzenwagen seinen Segen. Mit dieser Anschaffung war die Freiwillige Feuerwehr Waldorf endlich voll motorisiert.
 
Bränden blieb Waldorf in den sechziger Jahren verschont. Bei den Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr handelte es sich vorwiegend um technische Hilfeleistungen bei Wassereinbrüchen in Kellern oder um Mittel- bzw. Kleinbrände wie z.B. 1965 im Sägewerk Breuer.  
 
Am 7. Mai 1964 veranstaltete die Wehr den ersten "Tag der offenen Tür". Seither bietet dieser Tag alljährlich den Waldorfern die Möglichkeit, sich über den Stand des Feuerschutzes im Ort zu informieren und gleichzeitig in geselliger Runde mit den Kameraden der Feuerwehr ein paar schöne Stunden zu verleben.
Erstmalig im Mai 1964 wurde auch  eine Jugendgruppe der Waldorfer Feuerwehr unter der Leitung von Ekkehardt Golz  mit einer Stärke von sieben Mitgliedern gegründet, welche sich bis Jahresende auf 16 Jungen erhöhte. Jedoch wurde diese im Jahre 1972 mangels Beteiligung wieder aufgelöst.
 
Die 70er Jahre
 
Ab 1974 führte Brandmeister Anton Heisterbach unsere Wehr an und löste damit den Kameraden Lambert Kluth ab. Während seiner Dienstzeit als Löschgruppenführer wurde Anton Heisterbach tatkräftig unterstützt von seinem Stellvertreter, Kamerad Karl- Heinz Steiger.
 
1976 wird von einem Flugzeugabsturz im Sechtemer Feld berichtet, bei dem die Waldorfer Feuerwehr zu Hilfe eilte.
Im November 1978 schließlich wurde eine neue Jugendfeuerwehr mit zu-nächst 23 Jugendlichen unter der Leitung von Wilfried Heisterbach gegründet. Nachdem Kamerad Heisterbach jedoch bereits im März 1979 verstarb, übernahm Heinz-Peter Blendeck das Amt des Jugendwartes.
Das zweite Feuerwehrfahrzeug - ein TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) - wurde im Januar 1979 auf dem Platz der alten Schule offiziell übergeben und von Pfarrer Erwin Dederichs gesegnet.
 
 
Die 80er Jahre
 
1980 löste Heinz-Peter Heimann den Kameraden Anton Heisterbach als Löschgruppenführer ab.
Im Oktober 1982 hatte das alte Spritzenhaus am Kirmesplätzchen endgültig ausgedient. Es war für die immer umfangreicher werdende Ausrüstung der Löschgruppe längst zu klein geworden, und so zog man bis zur Fertigstellung eines neuen Gerätehauses vorübergehend in die Fabrikhalle Engels, Begonienstraße. Nach dem Abriss des alten Spritzenhauses sollte das neue an gleicher Stelle errichtet werden.
 
Ein ungewöhnlicher Einsatz fand im Dezember 1982 statt, als die Löschgruppe Waldorf ausrücken musste, um einen entflogenen Papagei wieder einzufangen.
Im Januar 1983 übernahmen die Waldorfer zusätzlich das Löschgruppenfahrzeug (LF 8) der Bornheimer Feuerwehr. Im Dezember des gleichen Jahres vollzog sich abermals ein Fahrzeugwechsel, wobei das LF 8 abgegeben und dafür ein LF 16 TS, Baujahr 1964 gestellt wurde. Das Fahrzeug wurde aufgrund seiner gewaltigen Frontpartie von den Kameraden „Büffel genannt.
Eines der schönsten Feste, welches die Waldorfer Feuerwehr jemals gefeiert hat, war ihr 75-jähriges Bestehen im Juni 1983. Während dieses Festes wurde auch die neue Fahne – eine Standarte – geweiht. Es wird von einer regen Teilnahme der Dorfgemeinschaft berichtet.
 
Im Mai 1985 konnten die Kameraden der Feuerwehr beinahe „im Geld schwimmen. Sie mussten Wasser aus dem Keller der Raiffeisenbank in der Schmiedegasse abpumpen.
 
Dann war es endlich soweit. Im Oktober 1986 wurde das neue Feuerwehr-Gerätehaus eingeweiht und von Pfarrer Erwin Dederichs eingesegnet. Im Anschluss daran standen die Räumlichkeiten allen Besuchern zur Besichtigung offen. Dieser Tag ist sicherlich allen Kameraden noch lange in bester Erinnerung geblieben.
Der neunte Löschgruppenführer von Waldorf wurde Heinz-Günter Piede, der im Jahr 1989 Heinz-Peter Heimann nach neunjähriger erfolgreicher Arbeit ablöste.
 
Die 90er Jahre
 
Seit 1990 bewirtet die Löschgruppe Waldorf während und nach dem alljährlichen Karnevalszug am Karnevalssamstag viele durstige Jecken vor dem Gerätehaus. Ein sowohl bei den Waldorfern als auch bei den Kameraden beliebtes Treiben. Darüber hinaus können von den Überschüssen nützliche Gerätschaften auch aus eigenen Mitteln finanziert werden. So wurden im Jahr 1991 erstmalig Funkmeldeempfänger für unsere Löschgruppe angeschafft. Sie wurden komplett durch selbst erwirtschaftete Mittel bezahlt. Seither werden kleinere Einsätze „still alarmiert, sodass die Waldorfer Bevölkerung nicht mehr so oft durch Sirenenalarm beunruhigt wird.
Des Weiteren wurde mit der Zeit eine Motorkettensäge, Funkgeräte mit dazugehörigen Ladestationen sowie Fahrzeugdauerladegeräte angeschafft. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass auch die finanzielle Unterhaltung unserer Jugendabteilung allein aus selbst erwirtschafteten Mitteln der Kameraden erfolgt.
 
Am 13.05.1994 brannte das Sägewerk Breuer bis auf die Grundmauern nieder, jedoch konnten Schäden an umliegenden Gebäuden verhindert werden.
Bis Mitte der 90er Jahre musste die Löschgruppe Waldorf vermehrt Einsätze nach starken Gewittern wegen Überflutung von Kellerräumen fahren. Sogar der Heizungskeller der Pfarrkirche Sankt Michael wurde einmal leer gepumpt.
 
Die Leitung der jugendlichen Feuerwehrkameraden übernahm von 1990 bis 1995 der Kamerad Helmut Ost. Er führte die Jungen in vielen Wettkämpfen zu so mancherlei Erfolg.
Im September 1995 wurde unser „Büffel nach nunmehr 31 Dienstjahren auf sein wohl verdientes Altenteil verbannt, und wir erhielten ein gebrauchtes, aber gut gepflegtes Löschgruppenfahrzeug LF 16/TS Baujahr 1984 von der Löschgruppe Sechtem. Dieses Fahrzeug befindet sich noch heute in unseren Diensten.
 
Auf der Generalversammlung 1996 wurde Markus Solscheid mit der Leitung unserer Jugendfeuerwehr betraut, welche er bis 1999 mit Erfolg führte.
 
Seit 1997 wählt die Löschgruppe Waldorf einmal jährlich einen ungewöhnlichen Versammlungsort. In der Regel ist dies die Kirschplantage des Kameraden Heinz-Peter Heimann. Dort finden Versammlungen in Rekordzeit (15 Minuten) statt. Das sich anschließende „Grillen und „Löschen kann sich jedoch erheblich in die Länge ziehen.
 
Am 23.04.1997 brannte in Waldorf abermals ein altes Sägewerk. Es war das stillgelegte Sägewerk Pütz/Eggert in der Hostertstraße. Der Brand wurde erst spät entdeckt, und so galt es hier in erster Linie, die umliegenden Gebäude vor größeren Schäden zu schützen, eine durch die enge Bebauung im Waldorfer Ortskern weder leichte noch ungefährliche Aufgabe. Dieser Einsatz wird den beteiligten Kameraden noch lange in Erinnerung bleiben.
 
Seit dem Jahr 1998 hat die Freiwillige Feuerwehr Waldorf den Status eines gemeinnützigen Vereins.
Im selben Jahr feierte die Löschgruppe dann ihr 90-jähriges Bestehen zusammen mit dem Stadtfeuerwehrtag in Waldorf. Kurzerhand wurde der Bauhof der Stadt Bornheim für den Samstagabend als bunter Festsaal dekoriert. Als Höhepunkt des Abends wurde der aus der deutschen Hitparade bekannte Showstar Andreas Martin verpflichtet. Die Waldorfer feierten mit ihrer Feuerwehr bis der Morgen graute. Ein unvergessliches Fest und ein Beweis für den festen Zusammenhalt der Kameraden.
Ebenfalls im Jahr 1998 wurden erstmals Nomex-Hitzeschutzjacken für die Löschgruppe Waldorf angeschafft und unter Beteiligung von Stadtbrandmeister Hans-Georg Gennrich, Orstvorsteher Klaus Mäs sowie Vertretern der Presse übergeben.
 
Von zwei größeren Brandeinsätzen wird im Jahr 1999 berichtet. Am 25.09. eilte die Löschgruppe zur Firma Wisskirchen Fahrzeugbau im Waldorfer Industriegebiet, und am 21.11. unterstützten wir die Löschgruppe Roisdorf bei der Brandbekämpfung in einem Imbissbetrieb.  
Den zeitlich längsten Einsatz fuhr die Löschgruppe Waldorf vom 27.09. bis 29.09.1999 als Unterstützung der Feuerwehren der Kreise Aachen und Euskirchen. Mit unserem Löschgruppenfahrzeug LF 16/TS wurde rund um die Uhr Trinkwasser aus der Oleftalsperre in die Perlebachtalsperre umgepumpt, da diese die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleisten konnte.
 
2000 bis 2008
 
Im Januar 2000 wurde der Kamerad Markus Merten Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Waldorf.
 
Ebenfalls im Januar eilten die Kameraden zur Wohnungsbrandbekämpfung in einem Mehrfamilienhaus auf der Lindenstraße in Kardorf. Am 20.05.2000 unterstützten wir die Löschgruppe Sechtem bei einem Großbrand in der Gaststätte Leyendecker. Im Juni 2000 galt es dann, diverse Sturmschäden im Vogtshostert, in der Blumenstraße sowie in der Dahlienstraße zu beseitigen.
 
Im Juli 2000 wurde eine alte Freundschaft zwischen der Löschgruppe Waldorf und der Löschgruppe Udler in der Vulkaneifel neu belebt. Die Kameraden besuchten die Udlerer zum 100-jährigen Bestehen ihrer Löschgruppe.
 
Am 26.10.2001 erhielt die Löschgruppe Waldorf ein drittes Fahrzeug. Bei dem funkelnagelneuen MAN Allrad-LKW mit der Bezeichnung DEKON-P handelt es sich um ein Katastrophenschutz-Fahrzeug, welches zur Dekontamination von Personen sowie der Bereitstellung beheizter Aufenthaltszelte dient. Es wurde sogleich eine Übungsgruppe gebildet, um die Anforderungen, welche das neue Fahrzeug an die Löschgruppe stellt, schnellstmöglich zu gewährleisten.
Zudem wurde das neue Fahrzeug aus eigenen Mitteln mit zwei 1000 l Wassertanks sowie einer Hochdruckpumpe mit einem 60 m langen Schnellangriffschlauch ausgerüstet. Seither bringen die Kameraden der Löschgruppe Waldorf einen „Schluck Wasser mit zur Einsatzstelle und sind damit in der Lage, kleinere Löscheinsätze zu fahren ohne vorherige Errichtung einer Wasserentnahmestelle.
 
Im Jahr 2001 wurden die Waldorfer zu insgesamt 22 Einsätzen gerufen. Darunter waren immerhin 13 Brandeinsätze, 4 Einsätze bei PKW-Unfällen bzw. Beseitigung von Ölspuren sowie 5 technische Hilfeleistungen. Dazu gehörten außer der Beseitigung eines umgestürzten Baumes auf dem Bannweg auch das Absichern einer gekippten Betonpumpe in der Kardorfer Straße sowie die „Bändigung einer „randalierenden Katze auf der Sandstraße.
 
Nach dreizehnjähriger erfolgreicher Löschgruppenführung gab Heinz-Günter Piede den Führungsstab zum Jahresende 2001 ab. Seit 2002 ist der Kamerad Peter Knapstein der zehnte Löschgruppenführer der Löschgruppe Waldorf, der bereits im siebten Jahr gute Führungsarbeit leistet.  
 
Seit Juni 2002 ist die Löschgruppe Waldorf auch „online vertreten auf der Internetseite .
 
Im August 2002 half die Löschgruppe Waldorf beim Hochwassereinsatz in Mittweida/Sachsen. Mit unserem DEKON-P wurden Luftentfeuchter, welche seitens der Stadt Bornheim ihrer Partnerstadt leihweise  zur Verfügung gestellt worden waren nach Mittweida transportiert, in den vom Hochwasser betroffenen Häusern aufgestellt und nach ein paar Wochen wieder zurück geholt.
 
Am 06.09.2002 unterstützten wir die Löschgruppe Rösberg bei einem Kellerbrand und am 16.09.2002 eilten wir nach Üllekoven zur Brandbekämpfung an einem Karnevalswagen.  
 
Am 23.11.2002 wurde in der Löschgruppe Waldorf ein  Mannschaftstransportfahrzeug MTF neu in Dienst gestellt. Das Fahrzeug, welches aus  Kostengründen als Gebrauchtwagen angeschafft wurde, dient seither als gute Ergänzung zum LF 16/TS und zum DEKON-P, um zusätzliches Personal zur Einsatzstelle zu befördern. Das Tragspritzenfahrzeug TSF wurde an die Tagesalarmgruppe Bornheim abgegeben.
 
Am 01.02.2003 eilten wir mit unserem DEKON-P nach Troisdorf und stellten dort nach dem Brand in einem Plastikwerk eine Bereitschaft zum Zeltaufbau. Im März 2003 brannte ein Geräteschuppen am Rheinbacher Weg. Im Juni 2003 leisteten wir technische Hilfe während einer Überschwemmung auf dem Sankt Josefs Weg in Kardorf und löschten einen Wohnwagenbrand am Bahndamm in Waldorf auf der Höhe des Bauhofes.
 
Am 15. Juni 2003 feierten wir gleichzeitig das 95-jährige Bestehen unserer Löschgruppe sowie das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Waldorf. Ebenfalls in diesem Jahr wurde in Eigenleistung eine Theke in unserem Versammlungsraum erbaut. Seitdem finden sich die Kameraden nach dem offiziellen Teil der Versammlung gerne an eben jener Theke zusammen, um das eine oder andere Detail bei einem Kölner Traditionsgetränk nochmals zu besprechen.
 
Im Juli 2003 galt es, zwei Flächenbrände Nähe Hemmericher Sportplatz sowie Nähe Kardorfer Bolzplatz zu bekämpfen. Im Dezember 2003 eilten wir zu einem Brand einer Remise in Hemmerich und zu einem Zimmerbrand im Übergangswohnheim am Dorner-Kuhlweg.
 
In der Generalversammlung im Januar 2004 wurde der Kamerad Heinz-Berth Kluth Jugendwart der Jugendfeuerwehr Waldorf.
 
Die meisten Alarmierungen in einem Jahr hatte die Löschgruppe im Jahr 2004 mit einer Gesamtzahl von 26 Einsätzen. Darunter auch ein Großbrand an einer Hauptschule in Hennef, an dem alle Feuerwehren des gesamten Rhein-Sieg-Kreises beteiligt waren. Die Waldorfer Atemschutzgeräteträger lösten bei der Brandbekämpfung bereits erschöpfte Kameraden anderer Löschgruppen ab. „Gefahrgutunfall lautete die Alarmierung, als im Dezember desselben Jahres die Löschgruppe Waldorf technische Hilfe nach dem Unfall eines Tanklasters in Wesseling leistete. Es galt, den Inhalt umzupumpen, und gemeinsam mit der Löschgruppe Walberberg lösten wir die Atemschutzkräfte der Feuerwehren aus dem Erftkreis ab.
 
Eine weitere Anschaffung aus eigenen Mitteln erfolgte im Jahr 2005. Der sogenannte „Powermoon - ein Gerät zur Ausleuchtung von Einsatzstellen -  wurde im Oktober 2005 bei einer sehr interessanten Übung zum Thema Gase erstmalig eingesetzt. Nach einer theoretischen Einführung mit kleinen Experimenten wurde anschließend eindrucksvoll in einer praktischen Darstellung die Hitze und Höhe einer großen Gasflamme in Zusammenarbeit mit der Firma Bonn Gas vorgeführt. Derweil wurden die Kameraden von ihrem neuen Powermoon „erleuchtet.
 
Zweimal stand die Löschgruppe Waldorf im Jahr 2005 mit dem DEKON-P im Einsatz, um eine erwartete größere Anzahl an Verletzten zu versorgen, bei einem Busunfall auf der Autobahn 565 und beim Brand eines Altenheimes in Oberpleis. Im September 2005 konnten die Kameraden die Ausbreitung eines Dachstuhlbrandes auf Nebengebäude in der Dersdorfer Straße gerade noch verhindern. Dabei waren die einzelnen Brandherde und Glutnester schwierig zu erreichen. Nach dem Löscheinsatz wurde bis spät in die Nacht noch „Brandsicherheitswachdienst geleistet.
 
Seit 2005 feiern die Kameraden der Löschgruppe Waldorf alljährlich eine Weihnachtsfeier mit Familie. Eine Veranstaltung, die besonders bei unseren Kindern gut ankommt.
 
Am 01. Mai 2006 wurden die Kameraden alarmiert, um einen angeblichen Containerbrand auf dem Dorfplatz in Waldorf zu löschen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um das Lagerfeuer der Junggesellen aus der Mainacht handelte. Weniger zum Schmunzeln bot der im selben Monat stattgefundene Einsatz mit unserem DEKON-P. Die Waldorfer eilten nach Lohmar, da sich dort über einer Schule eine Giftgaswolke gebildet hatte. Zum Glück konnten die Kinder in einer Halle untergebracht werden, sodass wir lediglich in Bereitschaft zu bleiben hatten.
 
Im April 2007 halfen die Waldorfer bei einem Waldbrand am Thomasberg/Margarethenhöhe. Gemeinsam mit der Löschgruppe Walberberg lösten wir die Kameraden der Feuerwehr Königswinter im Löscheinsatz ab. „Feuer aus hieß es erst, als der Morgen graute.
 
Ein erfreulicher „Einsatz fand im Mai 2007 statt, als die Waldorfer mit einer dreiköpfigen Abordnung der Einladung der Feuerwehr der Partnerstadt Mittweida folgten und zur Einweihung des neuen Gerätehauses einen Ehrenteller unserer Löschgruppe überreichten.  
 
Durch das Jahr 2007 liefen auch die Festvorbereitungen für das 100-jährige Bestehen der Löschgruppe sowie die damit verbundene Gestaltung des Stadtfeuerwehrtages bereits auf Hochtouren. Daneben lief der übliche Dienstbetrieb, und ganz nebenbei rückte die Wehr zweimal zur Rettung einer Ziege aus, die sich im Zaun verfangen hatte. Es konnte jedoch nicht festgestellt werden, ob es sich in beiden Fällen um den gleichen „sturen Bock gehandelt hat.
 
Seit Januar 2008 heißt der neue Chef unserer Jugendfeuerwehr Peter Taras. Geführt wird die Löschgruppe Waldorf weiterhin von Oberbrandmeister Peter Knapstein sowie seinem Stellvertreter Brandmeister René Heimann. Die beiden Kameraden werden bei ihrer Arbeit von einem 11-köpfigen gewählten Vorstand unterstützt.